Balindur 5

Apokalypse der Ewigen

Ein Fantasy-Live-Rollenspiel auf dem Hintergrund des ConQuest of Mythodea

19. bis 21. April 2013 in und um den Waldritterjugendzeltplatz Clausen/Waldfischbach-Burgalben

 

Mit stumpfem Blick und eingefallenen Wangen saß der Mann am Feuer und versuchte vergeblich, ein wenig Wärme in seine Knochen zu bekommen. Er zog die Decke enger um sich, über den rot-schwarzen Waffenrock, der das Zeichen der Drei trug. Er war müde – so müde. Doch an Schlaf war nicht zu denken. Es gab keinen Moment der Ruhe, keinen Augenblick des wirklichen…Friedens. Er lachte auf, ein harsches, heiseres Lachen.

Frieden?

Frieden hatte er schon damals, in der alten Heimat nicht gekannt, denn der Wall war nahe gewesen, und damit Leid, Kampf und Tod. Und hier, auf dem neuen Kontinent, auf ihrem Land, das den verheißungsvollen wie zugleich traditionswahrenden Namen ‚Neu Balindur’ trug – was hatte sich geändert? Nichts. Gar nichts. Wieder standen sie an forderster Front, wieder waren sie es, die die Grenze hielten, nur dass der Feind dieses Mal keine grüne Haut hatte. Und dass er nicht fiel. Dass er immer wiederkehrte – im Gegensatz zu den Männern und Frauen, die sich ihm hier am westlichsten Rand des Südens mit immer größerer Verzweiflung entgegenstellten.

Er war mit einer der ersten gewesen, der dem Ruf gefolgt war, dieses neue Land zu erkunden. Und nur zu gut erinnerte er sich an die ersten Entdeckungen und Begegnungen, und kaum etwas davon war gut gewesen. Natürlich, das Land war fruchtbar, es lag brach, man konnte es einfach nehmen, bebauen, bewirtschaften. Doch der Preis war hoch.

Und von Anfang an waren sie es gewesen, die Männer und Frauen aus Balindur, die die größten Opfer hatten bringen müssen.

Der erste Versuch, eine Siedlung außerhalb Drei Götterhains zu errichten, in der Nähe des Steinbruches, der Steine liefern sollte, um die zu schützen, die nicht kämpfen konnten. Alle waren getötet worden, jeder einzelne, Männer als auch Frauen! Ja sogar die ungeborenen Kinder hatte man aus den Leibern ihrer Mütter geschnitten – so erzählte man! Ein Frevel, wie er furchtbarer kaum sein konnte…Denn hatte nicht kurz darauf die Erde selbst gebebt und Glut und Feuer gespien, erschüttert von dem, was geschehen war? So mancher in Balindur sprach noch heute davon.  Und doch waren es die Siedler anderer Siegel und Provinzen, von denen man in diesem Zusammenhang hörte, nicht von den namenlosen Toten in rot und schwarz…

Und wer war es gewesen, der den Keimling Terras barg, in der Stunde der größten Not, als der Süden von allen anderen Siegeln abgeschnitten war, durch die Macht des Untodes? Wer hatte den Vorstoß gewagt, hatte ausgeharrt in und vor dieser verfluchten Höhle, gemeinsam mit dem kostbaren Gut und dem schrecklichen Feind, der sich einen nach dem anderen holte, Mann für Mann, bis endlich die rettende Verstärkung kam? Der Keimling wurde sicher fortgebracht, angeblich zusammen mit einem uralten Wissen, einer Prophezeiung, und doch: Wer waren die Helden, von denen man in den Tavernen erzählte? Nicht die, die ihr Leben gegeben hatten und deren Lippen nun stumm blieben.

Verbittert sah der Alte in die Flammen, in Gedanken und wäre fast eingenickt – doch er schreckte hoch. Zu tief steckte das, was danach kam, in ihm, war ihm in Fleisch und Blut übergegangen, hatte sich eingegraben, festgesetzt, und das letzte bisschen Frieden vergiftet, das ihm noch geblieben war – den Frieden, den er im Schlaf gefunden hatte…

Denn während der Kampf gegen die Scharen des Schwarzen Eises und des Untotes auch jenseits des südlichen Siegels weiterging, während die Leere sich auf dem großen Heerzügen einen Streiter nach dem anderen holte, zuletzt den Tulheen selbst, war ein neues Übel über den Süden gekommen; zuerst schleichend, hinterhältig, dann jedoch mit aller Macht – und wieder war es Neu Balindur gewesen, das der Fluch mit der vollsten Härte traf. Sogar in ihren Träumen waren sie nicht mehr sicher gewesen! Mit Grauen dachte er an diese Zeit zurück.

 Ja, natürlich, der Blick des Feindes hatte auf denen geruht, die ‚wichtig’ waren – die Pestilenz hatte den Rat unterwandert, die Graue Stadt eingenommen und die, die sie die Traumwandlerinnen nannten, hatten die Streiter der Elemente mit Fieber, Krankheit und Wahnsinn gequält, als sie versuchten, sie zurückzuerobern.

Aber auch wenn sie ihn, einen einfachen Soldaten, nicht in seinen Träumen besucht hatten – es hatte dennoch keine Ruhe gegeben, weder für ihn, noch für seine Kameraden: keine Erholung, kein Aufatmen von den täglichen Schrecken des Krieges. Sie hatten ihn bis in seine Träume verfolgt, die blutgetränkten Bilder, die Schreie der Verletzten, die Gesichter der Toten, die kurz zuvor noch an seiner Seite gekämpft hatten.

Diese Schlacht war geschlagen, so sagte man. Die Träume waren wieder sicher. Eine Hexe der Pestilenz war vernichtet, doch die andere war geflohen, so hieß es. Würde sie also zurückkehren? Und was würde..

Jäh wurde der Mann aus seinen Gedanken gerissen – laut erschallte das Horn über das Lager und weckte die, die sich wenigstens für ein paar Stunden zur Ruhe gelegt hatten. Ein Angriff. Der Untot kam. Erneut. Er warf die Decke ab, griff nach seinen Waffen und löschte das Feuer. Was nützten ihm solche Gedanken? Wieder lachte der Alte bitter. Wenn es so weiter ging, brauchte er sich darüber keine Sorgen mehr zu machen, welcher Feind vielleicht wann wiederkehrte. Es hieß, die letzte große Entscheidung für Mitraspera stand an, im Sommer, auf dem großen Feldzug? Ein Blick auf die Männer und Frauen um ihn herum, die erschöpft aber stoisch und tapfer die Grenze verteidigten zwischen dem Land des Untodes und dem freien Siegelgebiet, sagte ihm, dass es für Neu Balindur so lange nicht mehr dauern würde…

… die Banner rücken näher, dir Glocken erschallen… sie sind hier!

 

Zu den Örtlichkeiten :

Der Waldritterjugendzeltplatz besticht durch seinen schlichten Charme.

In einer Hütte, in der eine kleine Küche, Toiletten und unser Fundus untergebracht sein werden, werdet ihr auch einen wunderschön dekorierten Tavernenraum vorfinden, der euch an den kalten Abenden günstige Getränke und heißen Tee anbieten wird.

Duschen und Strom sind auf dem Jugendzeltplatz leider nicht vorhanden. Es besteht aber die Möglichkeit ins 2 Kilometer entfernte Hallenbad zu fahren und dort zu duschen und dann gerne auch ne Runde zu schwimmen…

An und Abreise:
Anreise : Freitag ab 14.00 Uhr, Check in ab 18.00 Uhr, Time in 21.00 Uhr, Ende vermutlich Sonntag 10.00 Uhr

Der Platz selbst :
Den Platz dort werdet ihr sehr ordentlich vorfinden und wie wir hoffen, und aus Erfahrung bei anderen Con´s wissen, auch wieder verlassen.

Aus unserer guten Erfahrung dieser Conreihe verzichten wir daher auf eine Platzkaution und vertrauen auf euch!

Regelwerk:
Aktuelles Mythodea Regelwerk

Finanzielles:

bis 31.01.2013 Bis 28.02.2013 Bis 31.03.2013 Conzahler
Spieler 49,00 Euro 59,00 Euro 69,00 Euro 79,00 Euro
NSC 20,00 Euro 20,00Euro 25,00Euro 30,00 Euro

Alle Preise sind inkl.  MwSt. Es zählt das Datum des Überweisungseingangs!

Überweist das Geld bitte an:

Dieter Simon, Phantastische Geschichten
Volksbank Forchheim
Kontonummer: 8500066109
Bankleitzahl: 763 910 00

Als angemeldet gilt nur, wer das Geld rechtzeitig überwiesen und die vollständige Anmeldung  zugesandt hat!

Bitte immer mit dem Vermerk:
-Realname- „Balindur 5 – Apokalypse der Ewigen“

 

 

 

Bitte in folgenden Schritten anmelden:

 

1. Zur Onlinegistrierung!

 anschließend

2. Anmeldeformular (PDF)!

Bitte an: Phantastische Geschichten, Friedhofstraße 7, 66497 Stambach